Wasser – ein wichtiges Medium am Bau

21. Vilser Baustofftag 2018

Rund 140 Teilnehmer folgten der Einladung des Außerferner Mineralstoffproduzenten Schretter & Cie zum 21. Vilser Baustofftag in die Wirtschaftskammer Reutte. Beim Diskussions- und Begegnungsforum für Bauherren, Planer und Ausführende wurden Projekte rund um das Thema Wasser präsentiert. Unter anderem wurde über den Schutz und die Vorsorge in der Wasserwirtschaft oder Wasser und Beton - ein zwiespältiges Verhältnis gesprochen. Beim Thema grenzwertiges Betonieren wurden Einsätze unter schwierigsten Umständen besprochen.

Die Unwetterkapriolen zwingen die zuständigen Behörden voraussehend zu planen und Retentionsräume für Flüsse und Bäche zu schaffen. Wurden früher die Flussläufe geradlinig und eingedämmt geplant, so werden den Bächen heute viel Raum und mögliche Ausdehnungsflächen geboten. Am Beispiel Geschiebefalle Hornberg wurden Maßnahmen erklärt, welche den Transport von Schotter im Lech bei Starkwasser regeln soll.

Wasser in Zusammenhang mit Zement kann wie der Januskopf - Symbol der Zwiespältigkeit - angesehen werden. Ohne Wasser kann Zement nicht erhärten, mit den falschen Zusätzen im Wasser, wie z.B. Zucker wird der Beton nicht hart. Gipshaltiges Wasser führt zu treibenden Angriffen und beschädigt somit den Baustoff.

Im Hinblick auf die Energiewende machte sich auch unsere Jugend ihre Gedanken. Im Zuge des Baustofftages präsentierten Schüler der HTL Bau und Design Innsbruck eine Studie über Massivabsorber im Wohnbau. Welche Struktur, welche Farbe ist für die Aufnahme und Speicherung von Sonnenenergie im Beton von Vorteil. Die so gewonnene Energie wird mittels Wärmepumpen im inneren des Bauwerks im Betonkern gespeichert und kann jederzeit für die Heizung des Raumes verwendet werden. Weiters hat die HTL Imst über das Thema „Nehmen Hochwasserereignisse wirklich zu? Analyse von Abflussdaten an ausgewählten Pegeln“ einen Vortrag gehalten.

Aber auch die Großbaustelle im Raum Stuttgart konnte dem fachkundigen Publikum präsentiert werden. Namhafte Österreichische Firmen sind an der Errichtung dieses Großprojektes beschäftigt. Die unterschiedliche Geologie erzwingt unterschiedliche Bauweisen. Wo auf der einen Seite bei einem Wassereinbruch mit zu viel Wasser gearbeitet werden musste, war auf der anderen Seite in gipshaltigen Zonen möglichst wenig Wasser gefragt.

Weitere Themen behandelten den korrosions- und mechanischen Schutz von Stahlrohren durch Auskleidung und Umhüllung mit Beton. Die Errichtung von Baugruben im Grundwasser, aber auch im städtischen Bereich. Verstärkung der Fundamente und Umhüllung der Baugrube mit Hochdruckbodenvermörtelung.

Bei allen Projekten ist der Baustoff Beton mit seiner Vielseitigkeit unverzichtbar.

Ing. Reinhard Oberlohr

Ing. Reinhard Oberlohr
Verkauf Bindemittel
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